23.08.2014

An diesem Freitagnachmittag scheint die Sonne. Der Boden ist abgetrocknet.
Ideale Bedingungen um die Kartoffeln zu graben.Zuerst schnitten wir die noch verbliebenen braunen Stengel, der einst so üppig gewachsenen und blühenden Stauden auf Handbreite ab und entsorgten diese (gehören aber  nicht auf dem Kompost !).Da wir zu Fünft am Schneiden und Graben waren, konnte wir bis auf die Sorte „Charlotte“ alle Kartoffeln ernten.Mit der Grabgabel sticht man senkrecht zwischen zwei Pflanzen ein und hebt die ganze Pflanze durch runterdrücken des Stiels an. So dann wird mit etwas Schwung die Pflanze samt Knollen in Längsrichtung der Reihe auf den „Kopf“ geworfen. Jetzt kann man die sichtbaren Knollen zusammen sammeln und ebenfalls in Längsrichtung der Reihe zum Abtrocknen auslegen. Durch sorgfältiges durchstrählen der Erde mit der Grabgabel um die aufgeworfene Pflanze, sucht man noch die weiteren Knollen.  (Durch das Auslegen in der Reihe vermischen sich die Nachbarsorten nicht miteinander und man kann sie dann auch getrennt einlagern und beschriften).Das Abtrocknen ist noch wichtig. Bei feuchtem Lagermilieu beginnen die Knollen sonst zu faulen.Gleichzeitig mit der Kartoffelernte jäteten wir auch laufend das Unkraut aus. Damit vervollständigen wir auch noch das Ziel, welches wir mit einem Kartoffelacker im Nebeneffekt anstrebten: Die ideale Beetvorbereitung für Nachfolgekulturen, wie Nüsslisalat oder für das nächste Jahr. Die Fläche, welche wir nicht für Nüsslisalat verwenden, säen wir so bald als möglich mit Phacelia oder Alexandrinerklee als Gründünger und Bodenbedeckung ein. Die Ernte fiel aber recht mager aus. Dies haben wir einerseits dem zu nassen und auch zu kalten Sommer zu verdanken und anderseits der starken Krautfäule dieses Jahr, welche auch das Wachstum frühzeitig stoppte.Von den „blauen St. Galler“ haben wir keine einzige Knolle gefunden. Diese sind alle verfault. In Anbetracht, dass diese Sorte geschmacklich nicht an andere heranreicht, kann man sich die Frage stellen, ob wir diese Sorte nochmals anbauen wollen? 

Nach einer Zeit von ca. 1 Monat werden wir die eingelagerten  Kartoffeln nochmals verlesen. Bis dann sind sicher noch einige rausgefault, welche wir entfernen müssen.

Gleichzeitig zur Kartoffelernte mähten wir noch das Heugras unter dem Nussbaum. Dies stiess auf reges Interesse. Es ist schon eine meditative Arbeit, im gleichmässigem, ruhigem Rhythmus die Sense locker durch das Gras zu führen. Voraussetzung ist eine wirklich scharfe Sense, mit welcher man sich ebenso gut rasieren könnte.
Wie man die Sense so scharf hinkriegt beschreiben wir im Winter einmal. Vielleicht bildet sich daraus auch ein Kurs.
Das gemähte Gras transportierten wir auf den Kompost. Dieser ist bereit, um einmal richtig aufgesetzt zu werden.
Auch dies ist ein Thema, welches wir später mal aufgreifen werden.
Neu zu ernten sind Patisson und auch die Stangenbohnen. Darunter befindet sich eine „Chamäleonsorte“. Welche das ist und warum die so nennen, verraten wir bei Gelegenheit.

Gemeinschaftsgarten Aarefeld

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