19.09.2014


Festival „Filme für die Erde

Gut organisiert ist die halbe Miete und das Wetterglück steuert noch die andere Hälfte zu einem guten Gelingen eines Standauftrittes bei. Natürlich braucht es für einen attraktiven Stand auch spannende Elemente, welche die Besucher ansprechen und neugierig machen.
Unsere „Hängenden Gärten“ (Schnittsalat in aufgeschnittenen, 1.5l Petflaschen), Roggengarben, Äste mit Schwarz- und Weissdornfrüchten, Hagenbutten, Efeuranken, Gemüseschale aus dem Garten und eine Diashow auf dem Laptop über unseren Garten, boten einen wucherigen, grünen, ansprechenden Auftritt.
Und was wäre ein Gemeinschaftsgarten Aarefeld Stand ohne einen Ärdele -Samenbomben Workshop? Dieser Workshop bietet einmalige Erlebnisse, diesmal vor allem für Kinder und Jugendliche. Sie konnten Samenbomben mit Roggen und Ackerbegleitflora rollen, mitnehmen und gleich auf dem Nachhauseweg einsetzten. 

Leider war der Besucheraufmarsch mager, aber gegen den späteren Nachmittag und Abend zog es etwas an. Trotzdem sind solche Gelegenheiten wichtig, um auf unsere Gemeinschaft aufmerksam zu machen. Unter dem Motto: "Weniger ist mehr", hatten wir dafür mehr Zeit für einzelnen, persönlichen Gespräche, die sich uns boten.
Am Nachmittag war ja parallel zum Stand auch noch der Garten offen. Und da fand spontan noch ein zweiter Workshop statt. Wieder lernten zwei Mitglieder mit der Sense zu mähen. Mit ein paar wenigen Erklärungen und Vorzeigen, und genügend Fläche und Zeit zum Üben, lernt frau schnell die Sense durch die Wiese zu führen.
Neben den zwei Mäherinnen waren wir noch zu Dritt am Nüsslisalat setzen und /oder entsorgten das gemähte Gras auf dem Kompost.

Nüsslisalat setzen:
Zunächst:
Warum setzten und nicht ansäen?

Vor- und Nachteil:
Der Vorteil ist einen Nüsslisalatbestand zu haben, der den Ernteerwartungen entspricht. Die Setzlinge wachsen alle an und ergeben ein geschlossenes Beet. Da wissen wir was wir haben. Dies ist eine Fläche von ca. 8l m Länge x 1.2 m Breite. Und dies mit viel weniger Pflegeaufwand (kein säen, kein erdünnern, weniger jäten und weniger Aufwand beim Rüsten, da die Setzlinge sauberer wachsen).
Der Nachteil: es kostet mehr als die direkte Aussaat. 600 Setzlinge kosten ca. 70.00 Fr. und man braucht eine Transportmöglichkeit für 6 Platten à 100 Setzlinge und man muss diese frühzeitig in der Gärtnerei bestellen (anfangs August; Woche 31). Wir pflanzten in der Woche 38.

Setzen:
Auf dem abgeernteten Kartoffelacker bereiteten wir vor einer Woche zwei Beete vor mit je 4l m Länge. Auf diesen zogen wir heute in einem Reihenabstand von 15 cm mit einem Werkzeugstielende feine Rillen in die Erde. Jemand von uns topfte alle Setzlinge aus und stellte sie in einer flachen rund 30x50 cm grossen Kiste bereit. Zu Zweit pflanzten wir diese in einem Abstand von 10 cm von Pflanze zu Pflanze.
Mit dem Zeigfinger sticht man ein Loch von 4-5 cm in die Erde und gleichzeitig mit dem herausziehen des Fingers lässt man die Pflanze am Finger entlang in den Boden gleiten.
Der Nüsslisalatsetzlingwurzelballen sollte noch 1/3 -1/2 zum Boden rausschauen (dadurch wachsen die Pflanzen leicht erhöht und bleiben eher von aufspritzender Erde verschont, wenn es dann mal stärker regnen sollte).
Die Pflänzchen drücken wir nur leicht mit vier Fingern an. Sehr wichtig ist aber,  dass Angiessen der frisch gepflanzten Setzlingen. Dies erfolgt mit Giesskanne und Brauseaufsatz (für ein 4 m Beet braucht es 4x10 Liter Minimum). Dadurch garantieren wir einen guten Bodenschluss, weil die ganz feinen Humuspartikel zu den Wurzeln geschwemmt werden.
Je nachdem könnte man ab Mitte – Ende Oktober ein Beet noch mit Stahlbögen, Dachlatten und Plastikfolie decken. Dies würde im Falle eines frühen Wintereinbruches das Ernten von einem Beet wenigstens ermöglichen.

Die Phacelia auf der restlichen Fläche und auch bei der Fläche der ehemaligen Freilandtomaten ist schon aufgelaufen. Diese schützt den Boden und ergibt zudem wieder organische Masse für die Bodenlebewesen.

Gemeinschaftsgarten Aarefeld

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