31.10.2014

Saatgut

Das Bereitstellen von eigenem Saatgut, bedeutet einen wichtigen Schritt hin zum geschlossenem biologischen Kreislauf.
Da nicht alle Pflanzen im ersten Jahr Samen hervorbringen, versteht sich von selbst, dass die Samengewinnung von einjährigen Pflanzen am einfachsten ist.
Und natürlich ernten wir nur Saatgut von den stärksten und gesündesten Pflanzen. Hierfür im besonderem die selbstbestäubenden Sorten, wie Tomaten, Erbse, Nüsslisalat, Busch- und Stangenbohnen (ausser Feuerbohne).
Mit dem Erntezeitpunkt des reifen Samenträgers, beeinflussen wir die Reifezeit im Folgejahr.  Das heisst: belassen wir die erste reife Tomate an unserer Staude zur Samengewinnung (und wiederstehen der Verlockung), überträgt sich dieser Reifezeitpunkt auf alle Pflanzen aus dieser ersten Tomate ins nächste Jahr.
Beim Zuckermais ist die Gewinnung der Samen von mehreren Kolben ratsam, damit die zukünftigen Pflanzen nicht zur Degeneration neigen. Die überzähligen Samen, welche im Folgejahr nicht selbst ausgesät werden, verschenkt man am besten, da die Keimfähigkeit des Maissaatgutes sich nur auf maximal zwei Jahre beschränkt.
Anders sieht es bei den Busch- und Stangenbohnen aus. Hier ist die Keimfähigkeit der Samen bei fünf bis sechs Jahren.
Voraussetzung ist die optimale Lagerung der Samen. Für alle Samen gilt: dunkel, kühl(2-4°C), in Papiertüten und vor Mäuse etc. geschützt.
Samen von Kürbissen und Zucchetti zu ernten ist mit Überraschungen im Folgejahr verbunden weil sich alle Sorten dieses Gemüse untereinander bestäuben. Daher ist es ratsam, wenn man selber Samen ernten möchte, nur eine Sorte anzubauen und auf einen Abstand von gleichen Kulturen in der Nachbarschaft von Minimum 400 m zu achten.

Am einfachsten hat man es mit folgenden Pflanzen: Ringelblume, Sonnenblume, Borretsch, Cosmea. Diese säen sich selber aus und erfreuen den Gärtner im nächsten Jahr wieder mit üppiger Pracht.

Gemeinschaftsgarten Aarefeld

 

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