28.11.2014

Eine vielfältige Gemeinschaft: Der Kompost

Das Ansetzen eines Kompostes bietet zum einen Gelegenheit,  seine eigenen Garten- und Rüstabfälle nicht über die Kehrichtabfuhr mit zu entsorgen, zum anderen ist es auch eine recht einfache Methode, den Gartenboden nachhaltig zu verbessern.
Wo ist der geeignete Standort für den Kompostplatz?
Ideal ist ein schattiger, nicht zu nasser Platz mit Bodenkontakt. Ob man eine Miete aufsetzt oder einen Behälter füllt, ist eigentlich nicht entscheidend. Wichtig ist die ausreichende Luftzufuhr. Also darf ein Behälter nie geschlossen sein.
Dieses Verfahren wird auch Rotte genannt.
Die erste Schicht besteht aus dem gröberen Material (Äste und Stengel). Dies gewähr-leistet eine gute Durchlüftung der untersten Schichten. Wenn man danach Nasses mit Trockenem abwechselnd aufschichtet ist dies für die Kompostierung eine gute Voraussetzung.
Dazu kann zwischendurch etwas Holzasche, Steinmehl, Rasensonden, Humus oder alter Kompost eingestreut/eingebaut werden.
Die Temperatur im Innern des frisch angesetzten Kompostes steigt schnell auf hohe Werte. 60°C ist möglich. Sie sinkt danach auf ca. 25°C. Wenn die Feuchte stimmt, decken wir ihn mit einem geeigneten Flies, oder mit einer 10cm dicken Heugrasschicht ab.
Danach kontrolliert man den Kompost regelmässig auf seine Feuchte.
Nach 3-6 Monaten ist der Kompost zum Gebrauch fertig,  je nach Material das verwendet wurde. Halbverotteter Kompost eignet sich sehr gut um oberflächlich auf die Garten-beete auszubringen. In diesem Zustand enthält er noch sehr viele Nährstoffe und bietet den Bodenlebewesen reichlich Nahrung an. Dieser wird höchstens ganz leicht eingearbeitet. Das ist aber nicht zwingend. Zudem schützt eine solche Schicht den Boden vor starkem Regen und anderen Witterungseinflüssen. Diese Methode, auch Mulchen genannt, verbessert die Bodenqualität.
Was gehört nicht in einen Kompost?
Speiseresten oder Fleisch locken die Mäuse und Ratten an. Gespritztes Gemüse und Obst, Karton und Zeitung, krankes Pflanzenmaterial, sowie auch Wurzelunkräuter, wie Quecke (Schnürgras), Giersch, Blacken und  Winden.
Die Kompost-Gemeinschaft:
Asseln, Würmer, Insektenlarven, Milben, Tausendfüssler und Bakterien, Pilze, Strahlenpilze (Aktinomyzeten = besondere Bakterien).
Maus, Ratte, Igel, Marder, Wiesel und Co. graben sich auch gerne im Kompost ein geschütztes Zuhause.

 

Gemeinschaftsgarten Aarefeld

Zurück