05.12.2014

Ab heute beginnen wir mit den verschiedenen Schnittarbeiten.
Diese werden so durchgeführt, dass daraus jeweils die Grundkenntnisse der Schnitttechniken an unsere Mitglieder weiter vermittelt werden können.
Wir beginnen bei den Beerensträuchern.
Im Gemeinschaftsgarten wachsen Johannisbeeren, Stachelbeeren und Cassis, Brombeeren und Himbeeren. Da wir die Sorten noch nicht kennen, können wir auch nichts über deren Alter sagen. Wir nehmen aber an, dass es sich noch um ursprüngliche Sorten handeln könnte. Dies ist noch wichtig zu wissen, denn diese können bei guter Pflege, guter Bodenbeschaffenheit und Düngung weit über 40-50-60 Jahre alt werden.
Unsere Beerensträucher vermissen die gute Bodenbeschaffenheit, wie auch der ganze Garten auch. Dies versuchen wir mit gezielten Kompostgaben im Verlaufe der nächsten Jahre zu verbessern.
Schnitt an Johannisbeeren und Cassis:
Warum und was schneiden wir?
1. Krankes und Totes wird rausgeschnitten.
2. Wir achten auf ein Verhältnis von je einem Drittel einjährigem, zweijährigem und
    dreijährigem Holz (Ausnahme: Johannisbeerhochstämmchen).
3. Durch das Schneiden verjüngen wir die Sträucher und sie treiben williger von der
    Basis her nach.
Grundsätzlich schneiden wir immer direkt an der Basis die überzähligen Triebe raus.
Dazu zählen auch die Triebe die quer in den Strauch hinein wachsen und solche die überhängend fast oder sogar ganz den Boden berühren.

Ausnahme: Mit einem oder zwei überhängenden Trieben kann man gut „Absenker“ bilden. Dazu überhäufen wir diesen Trieb an einer Stelle mit etwas Erde und fixieren diese Stelle mit einem Gewicht (unbedingt mit einem Pfahl diese Stelle markieren, so dass andere Mitglieder sogleich erkennen, dass hier ein Absenker gezogen wird, evtl. sogar anschreiben!). Nach einem Jahr haben sich an dieser Stelle Wurzeln gebildet. Zwischen dieser Stelle und der Mutterpflanze kann man mit einem Schnitt die neue, junge Pflanze von der Mutterpflanze trennen.

Übrigens: Johannisbeeren sind selbstbefruchtend. Das heisst: Sie brauchen keine zweite Pflanze zur Bestäubung.

Gemeinschaftsgarten Aarefeld

 

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