12.12.2014

Heute widmeten wir uns einem jungen Apfel-Hochstamm und begannen mit einer theoretischen Schnitteinführung. Dazu verwendeten wir einen abgeschnittenen Ast einer Zierkirsche. Dieser stellte für uns einen Baum in Kleinformat dar und eignet sich hervorragend, um den Aufbau eines Hochstammbaumes darzustellen und in der Runde die Schnittarten zu zeigen, bevor wir uns an den richtigen Baum wagten.
Wir unterscheide,  je nach Alter des Baumes, verschiedene Gründe zum Schneiden.
Beim jungen Baum bis ca. 10-12-15 Jahre reden wir vom Erziehungsschnitt. Hier ist das Ziel ein tragfähiges Gerüst zu erzielen (all die vielen Harassen Äpfel soll er tragen können im Alter). Wir schneiden auf Dickenwachstum der zukünftigen Äste und Mitteltrieb und blenden den Ertrag für diese Periode des Baumes aus.
Über den Aufbau habe ich  schon in der Notiz vom 7. Februar geschrieben.
Wichtig zu wissen: Unterschied von Kernobst (Apfel, Birne, Quitte) zu Steinobst (Kirsche, Pflaume, Zwetschgen, Aprikosen etc.).
Kernobst treibt willig am alten Holz aus, Steinobst nicht unbedingt.
Das heisst: Kernobst verzeiht Dir einen Schnittfehler eher als Steinobst.
Tipp: Öfters von der Leiter runtersteigen, einige Schritte zurück treten, um den Baum herumgehen. Dabei behält man den Überblick, was Dir verloren gehen kann, wenn Du dauernd im Baum bist.
Heute waren wir aber nicht zum schneiden des Baumes gekommen.
Erstens brauchte der Nachbarsjunge einen Eibenast zum Herstellen eines Pfeilbogens. Dazu zeigten wir ihm noch andere Äste, die er runtersägen konnte, welche auf das Dach des Holzlagers wuchsen.
Und zum Zweiten besuchte uns ein Paar aus Bern. Wie sie auf unseren Garten aufmerksam wurden hat uns natürlich auch sehr gefreut. Sie entdeckten unsere „Ärdele“ Webseite und da sie ihnen so gefallen hatte, beschlossen sie sich mal diesen Gemeinschaftsgarten anzusehen.
Nächsten Freitag haben wir hoffentlich die Zeit um an unserem Apfelhochstamm weiter zu arbeiten.

Gemeinschaftsgarten Aarefeld

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