19.+25.07.2014

Wir begleichen den Jahresmietzins für unseren Gemeinschaftsgarten.

Heckenschnitt
An einem Samstag  und dem darauf folgendem Freitag schnitten wir die immergrüne Hecke, welche den Gemeinschaftsgarten einzäunt. Diese besteht aus zwei verschiedenen Pflanzenarten. Den Lebensbaum (Thuja occidentalis) aus der Familie der Zypressen-gewächse und die Europäische Eibe (Taxus baccata) aus der Familie der Eibengewächse.

Lebensbaum:

Herkunft: Ostkanada und nordöstliches USA. Gilt dort zu den bedeutendsten Baumarten.
Standort: Liebt feuchte Böden, gedeiht aber auch auf trockenen Standorten, wenn diese
              schattig sind.
Besonderheit: Giftig! Holz, Zapfen und Zweigspitzen enthalten giftige ätherische Öle.
                     Für Tiere kann der Verzehr tödlich sein.
Eibe:
Herkunft:  über Europa hinaus bis Nordwestafrika (Atlasgebirge), Kleinasien bis   
               Nordiran. Das Klima bestimmt das Verbreitungsgebiet. Sie liebt milde Winter, 
               kühle Sommer, viel Regen und eine hohe Luftfeuchtigkeit.

Standort: Sie ist durchaus sehr anpassungsfähig. Über frischen humosen Boden bis
              sandig lehmiger Boden, in feuchten bis trockenen Böden und auch von sauren
              bis basischen Böden gedeiht sie.


Besonderheit: Schattenverträglichster europäischer Baum. In ihrer Jugend ist Schatten
                    Voraussetzung. Im alter erträgt sie auch direkte Sonne.
                    Als einzige Nadelbaumart ist sie fähig am Stock auszuschlagen und schafft
                    durch eine sehr gute Wundheilung auch grössere Verletzungen zu
                    überwallen. Dürreresistent.
                    Alle Pflanzenteile sind giftig.
    Ausnahme: Der rote Samenmantel ist nicht giftig und schmeckt süss.

Werkzeug und Material:
1 ausziehbare Leiter, die auch Bock gestellt werden kann.
1 kleines Bockleiterli
100m Elektrokabel
1 Heckenschere mit Schnittlänge 60cm
1 Fuchsschwanz
1 Baumschere
Rechen, Besen und Quadratschaufel
200l Grüngutsäcke
(Autoanhänger zum abführen des Schnittmaterials)

Den Heckenabschnitt, den wir im Gemeinschaftsgarten pflegen müssen, misst ca. 60m und hat eine Höhe zwischen 2m - 2.5m. Den restlichen Teil, pflegt die Nachbarsfamilie. Das Alter „unserer Hecke“ schätzen wir auf Minimum 30-40 Jahre, wenn nicht sogar älter. Somit ist die Hecke in ihrer eigentlichen Form gegeben. Man kann natürlich diese Heckenart noch weiter in Breite und Höhe wachsen lassen. Wäre aber aus arbeits-technischer Sicht (Höhe) und Schattenwurf und aus dem Platzverhältnis (Breite) nicht empfehlenswert.
Vor allem bei dem Thujaabschnitt ist an eine Korrektur nicht zu denken. Bei dieser Pflanze darf man nicht ins alte Holz schneiden, da sie nicht mehr austreibt und diese Stellen kahl bleiben. Wir wollen auch nichts an der Form verändern, nutzen aber die Austriebsfähigkeit der Eibe aus, sie gegen oben zu verjüngen. Eine Hecke wirkt schöner, wenn sie nicht senkrecht wie eine Wand geschnitten ist, sondern nach oben leicht schräg nach innen geschnitten wird.
Mit dieser Arbeit beginnt man und danach schneidet man oben in der Höhe. Nach ca. einer Stunde und etwa 15 m Geschnittenen, kann ein Mithelfer beginnen aufzuräumen. Kurz nach dem Garteneingang rundeten wir die Eibenhecke oben ab und schnitten konsequent den Durchgang durch die Hecke wieder aus. Gerade für diese Arbeit und beim Abrunden der Ecken, braucht man die Schere oder sogar den Fuchsschwanz um die dicken Triebe zu entfernen, welche für die zukünftige Form weg müssen.

Wir führten sämtliches Schnittmaterial ab, denn dies eignet sich nicht besonders zum kompostieren und zweitens ist es auch eine Platzfrage. Alles in allem fiel ca. 3 m3  Grüngut an, welches wir zur einer kleinen Kompostieranlage in der Region führten.

Dies kostet uns ohne Transport 75.00 sfr.
Stundenmässig brauchten wir für diese Arbeit ca. 10 Std.
Anzahl Helfer 4-6 Mitglieder.
Vorgestern war unsere Gruppe im Alter von 8 bis über 70 jährig. Das ist eine dynamische Gartenpflegetruppe.

Natürlich ist trockenes Wetter Voraussetzung und im Anschluss ein gemeinsames Essen auf dem Feuer zubereitet mit Gemüse und dazu Salat direkt geerntet und dazu ein paar „Bierchschen“ machten aus diesem Tag so etwas wie eine Party.

Jetzt, da nach dem langanhaltenden Regen endlich wieder einmal der Boden abgetrocknet ist, konnten wir uns auch intensiver um ihn kümmern. Dieser ist zum Teil recht stark verschlammt. Mit der Grabgabel lockerten wir um jede einzelne Pflanze (wie Kürbis, Zucchetti und Tomaten im Freiland) sorgfältig. Dazu stachen wir all 5-10 cm in die Erde und wiegten die Grabgabel nur leicht hin und her. So bringen wir wieder Luft in den Boden und zu den Pflanzenwurzeln.

Der 1000 – Liter Wassertank ist gestellt und an das Regenwasserabflussrohr des gelben Hauses angeschlossen. Er verfügt über einen Auslaufhahn (auf der Höhe einer 10 - Liter Giesskanne), den wir auch noch ersetzten mussten, da sich nach der ersten Füllung herausstellte, dass der alte Hahn nicht dicht war. Das gute an diesem feuchten Sommer ist, dass der Tank sofort wieder voll war und allgemein die Giessarbeiten sich nur auf die Kulturen unter Glas beschränken mussten.

Die Renovationsarbeiten am Dach des Schopfes sind soweit voran geschritten, dass kein Staub und Dreck mehr von oben in den Schopf brösmelt, so dass wir mit dem Besen das Gröbste mal fegen konnten.

Wir ernten: Laufend Zucchetti, Gurken, Salate, Mangold, Rüebli und die letzten Broccoli und die ersten Kartoffeln auch schon bald, die ersten Brombeeren und die letzten Himbeeren, dazu diverse Gartenkräuter und Wildkräuter.

Gemeinschaftsgarten Aarefeld

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