05.04.2014

Jetzt ist Pflanzzeit. Zeit, um nun auch im Freiland zu setzen.

Auf Fruchtfolgefläche 2 (siehe Aarefeldnotiz vom 21.März) wurden Kohlrabi (grün und blau), Salate (diverse) und Fenchel in Mischkultur gepflanzt. Dies war eine Generations- und Kulturenübergreifende Arbeit. Erwachsene und Kinder bereiteten das Beet vor und bepflanzten dieses gemeinsam.
Der Broccoli kam auf Fruchtfolgefläche 3. Hierfür wurde das Beet mit der Grabgabel gelockert, Humus, der noch vom Viehmarktplatz her gelagert wurde darauf verteilt und in jedes Pflanzloch zwei Handvoll gesiebten Kompost gegeben.

Die Setzlinge stammen alle von der Gartenbauschule Hünibach und sind in hervorragender Qualität.

Wie pflanze ich einen Setzling?

Trockenes Wetter erleichtert die Arbeit und schont den Humus im Garten.

Die Setzlinge müssen gut gewässert sein und im Idealfall sucht man sich einen bewölkten Tag aus.

Nachdem die Pflanzen der Fruchtfolgefläche zugeteilt wurden und man das Beet den Ansprüchen der Pflanze dementsprechend vorbereitet hat, nimmt man die Setzlinge in eine Hand und krault den Wurzelballen mit einem Finger auf. Dadurch lockern sich die Wurzeln und lösen sich zu ihrer vollen Länge auf. Nun legt man die Setzlinge ihrem Pflanzabstand gemäss auf dem Beet aus. Broccoli 50x50 cm. Somit bekommt man einen Überblick, ob alle auf der vorgesehenen Fläche auch Platz haben. Mit dem Pflanzschüfeli sticht man in die vorgesehen Stelle und zieht den Schüfelistiel zu sich. Dadurch öffnet sich der Boden  und man wirft ein, zwei Handvoll Kompost hinein. Jetzt mischt man mit dem Schüfeli oder von Hand den Humus mit dem Kompost. Man wiederholt den Vorgang, d.h. sticht in den Boden, zieht den Stiel zu sich und im selben Moment, wenn man das Schüfeli rauszieht, lässt man den Setzling an der Rückseite des Schüfelis in den Boden gleiten. Mit der Erde zusammen zieht es die längsten Wurzeln mit in die Tiefe. Wenn die längsten Wurzeln mit in die Tiefe gleiten, überstehen sie das Versetzen stressfrei. Nun drückt man mit Daumen und Zeigfinger der beiden Hände den Setzling um den Wurzelballen kräftig an. Wenn der Boden gut vorbereitet ist, kann man auch mit der Hand pflanzen. Für die nächsten Tage ist mal Regen angesagt, somit erübrigt sich das angiessen. 
Auf diesem Beet bleibt an den Rändern noch Platz um in zwei, drei Wochen Salate oder einjährige Kräuter zu setzen oder anzusäen.
Was bedeutet es für eine Pflanze wenn sie gegossen wird? Was denkt sie sich?
Diese Frage lassen wir offen und kommen in einer nächsten Aarefeldnotiz darauf zurück.

Wir wollten auch noch grosse und gebogene Tannenäste zur einer Laube über einen Gartenweg erstellen.Dazu rüsteten wir zu Siebt an einem der vergangenen Sonntage aus einem grossen Haufen Tannenäste 14 geeignete Stangen zu je 7 Paare. Diese sind 3-4-5m lang und gebogen. Beim Setzen der Stange im vorbereiteten 7 m langen und 40 cm breiten Pflanzstreifen in der angrenzenden Wiese, stiessen wir jedoch schon beim dritten Loch auf ein Betonfundament eines ehemaligen Gerüstes. Da das Fundament nach Schweizer Manier überdimensioniert angelegt wurde, war es uns nicht möglich, dies ohne geeignete Werkzeuge und Spitzhammer rauszuholen. Diese Arbeit musste vertagt werden und somit auch die Fortsetzung des Baus der Laube.

Des Weiteren legten wir ein zweites Beet in der Fruchtfolgefläche 3 an und verteilten auch dort noch Humus, sowie ebenfalls auf der Fruchtfolgefläche 1.

Der Glyzinie, die gegenüber des Unterstandes ohne Klettermöglichkeit ein zielloses Dasein fristet, schenkten wir mit drei dicken Kokosstricken die benötigte Kletter- und Rankhilfe zu einem Ast der alte Föhre hinauf, der von der Rückseite des Unterstandes über dessen Dach weit darüber hinaus wächst.

In den Kästen ist der Schnittsalat, der am 28. Februar ausgesät worden ist, schon schnittreif. 

Die Kästen haben wir ganz abgedeckt in der Hoffnung der angesagte Regen wird kommen und diese Kulturen mal richtig durchnässen.
Um den Bärlauch zu ernten ist jetzt die letzte Zeit angebrochen, bevor er in die Blüte übergeht und nicht mehr geentet werden sollte.

Der Garten lockt immer mehr Menschen an und es ist ein reges Kommen und Gehen, Arbeiten und Geniessen.

Übrigens: Die nächsten Gartentreffs finden ab 15. April 2014 hier im Gemeinschaftsgarten Aarefeld statt.
Zeit: 19.30 Uhr

Gemeinschaftsgarten Aarefeld

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