13.06.2014

Asyl im Gemeinschaftsgarten Aarefeld.
„Ich habe diesen Frühling meinen Garten aufgegeben und jetzt schrumpeln im Keller  noch einige Dhalien vor sich
  hin.“ 
 „Ich habe noch viele Tomatensetzlinge, welche nicht mehr in den Verkauf kommen.“
„Ich habe noch drei Feigenbaumsetzlinge überzählig.“

Dies sind Anfragen von Menschen ausserhalb des Gemeinschaftsgartens.
Auch Mitglieder bringen geschenkte oder verwaiste Pflanzen in den Garten.

Die Dahlien (neun Stück) pflanzten wir an den Rand des Kartoffelackers, jeweils zwischen den Reihen.
Rund 20 Tomatensetzlinge der Sorte „Christal“ setzten wir ins Freiland in ein Phacelienmeer vor der Längsseite des Tomatenhauses.
Die Feigensetzlinge warten immer noch auf ihren definitiven Standort.

Kartoffeln hacken.
Wie eine Rakete spriessen die Kartoffeln im von der Sonne nun aufgewärmten Boden. Die Reihen sind schon sichtbar und mit der Kartoffelhacke hackten wir wieder rückwärts zwischen den Reihen und überdeckten die Kartoffelsprösslinge wieder mit Erde. Diese Arbeit führten wir zu Beginn zu fünft aus. Bevor wir uns gegenseitig mehr behinderten übernahmen drei die Pflege der Maiskultur.


Pflege der Maiskultur.
Zuerst zogen wir die Überzähligen Keimlinge aus, dort wo beide Samen gekeimt waren. Danach hackten und häufelten wir die Maisreihen. Mit dem hacken beseitigen wir die Konkurenzpflanzen (Unkraut) und bringen Luftstickstoff in den Boden. Durch das anhäufeln fördern wir die Bildung  der Adventivwurzeln am Stengelfuss und fördern dadurch eine erweiterte Aufnahmen von Wasser und Nährstoffen. In die Reihen, jeweils links und rechts, leerten wir mit kleinen Eimern (5l ) sorgfältig den im Fass angesetzten Dünger aus Schafmist und Wasser zu den Pflanzen. Dies direkt auf den Boden und nicht über die einzelnen Pflanzen. Diese Düngung werden wir in 3-4 Wochen wiederholen, da der Mais ein grosser Starkzehrer ist.

Weitere arbeiten.
In der Fruchtfolgefläche 3 (Kohlgewächse und Kopfsalat) schafften wir für die einzelnen Pflanzen mehr Platz um sich zu entfalten. Das heisst: Die Gründüngung Phacelia im erweiterten Umfeld der einzelnen Pflanzen auszureissen und um dieselben als Mulchschicht zu legen.

Giessen.

Giessen bei hochsommerlichen Temperaturen und ausstehendem Niederschlag ist eine Herausforderung für den/die Gärtner/in.
Für den Gemeinschaftsgarten Aarefeld bedeutet dies einen Zeitaufwand von ¾-1h einzurechnen.
Bei diesen Wetterverhältnissen reicht eine homöopathische Wassergabe nicht aus. Die Wurzelporen sind verschlossen und können das wenige Nass nicht aufnehmen. Daher ist wichtig in mehreren Umgängen zu giessen. Bei den Tomaten, Gurken, Melonen ist zudem darauf zu achten nicht über das Laub zu giessen. Dies fördert die  Anfälligkeit auf Mehltau (Gurken und Melonen) und Krautfäule (Tomaten).
Noch giessen wir mit Leitungswasser. Ein 1000l Wassertank steht im Garten bereit und muss nur noch an einem Abflussrohr des gelben Hausen angeschlossen werden. Um eine Überschwemmung zu vermeiden ist ein Überlauf direkt wieder ins Abflussrohr vorgesehen.

Wir ernten im Garten:
Erste Stielmangoldblätter
Salate
Fenchel
Kohlrabi
Zwiebeln
Laufend und überall Walderdbeeren
Wildkräuter und Gartenkräuter
und wir schielen schon auf den Broccoli


Gemeinschaftsgarten Aarefeld

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