14.02.2014

War heute einer der letzten Wintertage oder schon der „erste Frühlingstag“ im Gemeinschaftsgarten Aarefeld?
Wenn die Schneeglöckchen an bestimmten Orten blühen, die Osterglocken ihre Blätter stossen und das erste violette Primeli aus dem Grün hervorstrahlt, ist man versucht vom Frühling zu sprechen.
Spürt man aber den eisigen Wind, der am Morgen und bis um die Mittagszeit geblasen hat, so fühlt sich dies doch noch eher als Winter an.
Diese Beobachtung zeigt deutlich, an welch hervorragender Lage dieser Garten liegt.
Eingezogen ist der Frühling schon in unserer überdachten Sitzecke. Mit ein paar Eimern Wasser wurde sie geschrubbt und erfreut uns mit himmelblauen Farbtönen, die unter der Schmutzschicht sichtbar wurden. So lädt uns dieser Platz jetzt auch bei Regenwetter zu gemütlichen Arbeitspausen ein.

Heute brachten wir mehr Licht zu unserer „Orangerie“. Was nützen einem drei 100 x 150 cm grosse Dachfenster, wenn diese mit Eibenästen dicht überwachsen sind.
Wir sägten die vom Nachbargrundstück her über das Dach wachsende Eibenäste bis zum Stamm zurück und warfen die Äste vors Haus. Von dort trugen wir diese auf die Wiese und rüsteten sie mit Fuchsschwanz und Gertel aus. Dies ergab wieder Holz für Pfähle und Brennholz.

Das Dach selber befreiten wir mit dem Besen und einer Pflanzschaufel von einer zum Teil bis 5 cm dicken Nadel- und Moosschicht. Auch wuchsen auf dem Dach diverse Pflanzen. Unter anderem ein schon ca. 40 cm hoher, schwarzer Holunder. Dieser fand schon in einem anderem Garten Asyl.

Diese Arbeit war eine Vorbereitung, um überhaupt die bestehende Dachsubstanz richtig zu beurteilen, ist doch das Dach das wichtigste Element eines Hauses.
Und es zeigt uns, dass jetzt eine Dachsanierung stellenweise dringend notwendig ist.
Auch vom hinteren Dachkännel ist nicht mehr viel vorhanden.
Dies sollten wir umgehend anpacken.

Das Beet (ca. 8m) entlang des Nachbarzaunes an der Nord-Nordwestseite lockerten wir mit dem Pickel auf, um es für die Umpflanzung der Himbeeren vorzubereiten. Hierbei gruben wir vereinzelt Bärlauchzwiebeln aus. Diese pflanzten wir nun alle zu einer 60 x 80 cm Fläche zusammen und bedeckten sie mit Laub und rahmten die Fläche mit Ästen ein, damit wir sie später nicht mit Himbeeren bepflanzen. 
Die Himbeeren stehen bis jetzt vor der zu Süd- Südwest exponierten 2.5m hohen Holzwand, welche sich vorzüglich für Aprikosen und Pfirsiche eignet. Den Himbeeren schnitten wir die abgetragenen zweijährigen Ruten aus und kürzten die einjährigen auf Kniehöhe ein (Pflanzschnitt). Somit sind diese bereit zum Umpflanzen.

In dem Treibeet könnte man ab jetzt Spinat ansäen oder auch ein Versuch mit robustem Frühjahrskopfsalat wagen. Dieses müsste man aber noch mit Glas decken. Da wir diese 16 Fenster erst in etwa zwei Wochen bekommen, warten wir noch mit der Aussaat.

Das Säen ist das Eine. Das Giessen und Lüften und Decken das andere. Wie organisieren wir dies?

Eine freiwillige Verpflichtung dies täglich gewissenhaft zu erledigen ist Voraussetzung zum Gelingen dieser Kulturen. Dabei muss derjenige täglich das Wetter beobachten und bei sonnigem Wetter die Fenster am Morgen mit einem Stück Dachlattenholz lüften und diese am Abend wieder entfernen.
Sollte sogar schönstes, richtig sonniges, heisses Wetter geben, müsste auch noch schattiert werden.

Hier zeigt sich sehr schön der Vorteil einer Gemeinschaft, welche über gute Organisationsstrukturen verfügt. So wird diese Verantwortung nicht an einem Einzigen übertragen, sondern kann verteilt werden.

Wenn das Wetter mitspielt, werden wir am nächsten Freitag die Himbeeren umpflanzen.
Wie wir dies machen und welche Massnahme wir zur Bodenverbesserung zu Gunsten der Himbeeren treffen, kannst Du bei der nächsten Aarefeldnotiz verfolgen.

 

Gartengemeinschaft Aarefeld

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