24.01.2014

Das Wetter ähnelt eher dem April. Schneegestöber und Sonnenschein wechseln sich ab.Ideal um sich an der Laune der Natur zu erfreuen und von ihrer Energie aufzutanken.

Ein in die Jahre gekommener Ananas Reinette Apfelspalierbaum, freistehend entlang des Gartenweges und abschlussbildend einer Pflanzfläche, wartet schon einige Jahre auf einen fachmännischen Schnitt.
Erste Schnittmassnahme ist eine Leitergasse frei zu schneiden, an welcher wir nun in Zukunft die Leiter anlegen können und so auch die Pflückarbeit immens erleichtert wird.
Dazu werden konsequent alle Äste und Triebe weggesägt, welche ein Anstellen der Leiter zum Stamm behindert.
Bei nächsten Schritt müssen mit dem Fuchsschwanz einige dickere, zu dicht stehende Fruchtäste direkt am Stamm und an den formbildenden Leitästen entfernt werden.
Fruchtäste werden auf einen nach oben wachsende Verzweigung zurückgeschnitten (ableiten) und so aufgestellt. Diese Massnahme lässt die Sonne dieses Jahr wieder sämtliche Früchte, auch im Innern des Baumes, bescheinen.
Nun folgt noch die schönste Schnittarbeit. Die Fruchtholzverjüngung. Mit dieser Arbeit, welche mit der Schere ausgeführt wird, erreichen wir wie gesagt, eine Verjüngung des wertvollen Fruchtholzes und die verbleibenden Fruchtknospen an den Fruchtspiessen ergeben dieses Jahr schönere und grössere Äpfel. Dies ist bei der Ananas Reinette wichtig, da sie je schon zu der kleinfruchtigeren Sorte zählt.

Nun wächst auf der gegenüberliegenden Seite des Gartenweges eine Eibe (Taxus baccata).
Diese ist ziemlich sicher wild gewachsen und sie hat sich in den letzten 20-30 Jahre zu einer mächtigen Pflanze entwickelt und bedrängt die Ananas Reinette bereits schon so stark, dass diese von der Eibe schräg wegwächst. Zugunsten der Ananas Reinette, wird die Eibe stark zurück geschnitten. Eibe erträgt ohne Problem einen straken Rückschnitt. Treibt sie doch willig und zuverlässig wieder am alten Holz aus.

Nun folgt noch ein Auslichtungs- und Verjüngungsschnitt an einem schwarzen Holunder (Sorbus nigra) und einheimischer Flieder (Syringa vulgaris).
Mit dem Fuchsschwanz werden von der Basis am Boden her oder so tief wie möglich, die ältesten und quer durch die Sträucher wachsenden Triebe heraus gesägt. Ebenfalls von der Basis aus stellen wir die Sträucher wieder auf. Das heisst: Sämtliche Triebe die flach weg wachsen werden bündig und bodeneben abgeschnitten.

Und da ist noch ein mehrstämmiger Kirschlorbeer (Prunus lauracerasus), der mit der Eibe zu einem Ensemble zusammen gewachsen ist. Darüber hinaus überwächst er Rhododendrumpflanzen, die noch Zeugen eines vor etlichen Jahren angelegten Moorbeetes sind. Dies ist einer der Gründe, um mit dem Fuchsschwanz rigoros zurück zu schneiden. Und der andere Grund ist: Der Kirschlorbeer ist eine quasi invasive Pflanze. Im Umkreis von 3-4m keimen junge Kirschlobeerlis wie ein Teppich. Diese rissen wir allesamt mit den Wurzeln aus.
Am Nachmittag sägten wir bei einem von zweien Rosskastanienbäumen ( Aesculus hippocastanum) die rund zwei Dutzend 10-12 jährigen Ständer herunter. Der Grund: So wird unsere Treibbeetanlage wieder voll von der Sonne bescheint. Und das Beste: jetzt erhalten wir etliche schön gerade 6-8m lange Stangen, die entastet und geschält ideales Baumaterial für den wilden Garten der Kinder ergeben. Bin gespannt was sie damit anstellen.
Das gesamte Schnittmaterial werden wir zu einem Asthaufen aufrichten, damit sich einige von unseren wilden Mitbewohner sich in unserem Garten wieder so richtig zu Hause fühlen.
Den Ort für diesen Haufen werden wir zusammen noch bestimmen.

Weitere aktuelle Gartenthemen:
Spätestens ab jetzt sollte man sich die eigenen Vorräte an Sämereien (Gemüse, Blumen, Kräuter) durchsehen und sich eine Liste zusammen stellen, was in den nächsten ein-zwei Wochen noch bestellt werden muss.
Im weiteren stellt sich die Frage: Was säe ich selber aus und bei welchen Pflanzen beziehe ich Setzlinge?
Dies Fragen werden wir nächste Woche genauer besprechen.
Zum Beispiel: Welche Pflanzen sich dazu eignen und sich auch finanziell lohnen zum selber aussäen.

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