24.05.2014

Jetzt ist es schon eine Woche her, seit dem Eröffnungsfest von unserem Gemeinschaftsgarten Aarefeld und immer noch verströmt es die kraftvolle, liebevolle Gemeinschaftsenergie, die wir erleben durften. Diese Art Geschenk, welches am 17. Mai in so grosser Zahl in unseren Garten strömte, haute uns fast aus den Socken! All die fröhlichen Menschen, die vielen Kinder, die an diesem schönen Samstag in unserem Garten verweilten, werden wir nie vergessen.

Von ganzem Herzen ein Dankeschön an alle, die sich für ein Gelingen dieses Festes eingesetzt haben.
Für diejenigen, welche an diesem Fest leider nicht dabei waren, werden wir Fotos hochladen -  sobald verfügbar.

Diese zaubern zwar nicht die ausdrucksstarke und sprachgewandte Sagen und Geschichten von Christine Rothenbühler herbei, auch kann man von diesen nicht der Geigenmusik von Alexandre Dubach lauschen und schon gar nicht den Groove von der Mundart Rockband Hänschenklein spüren, aber sie geben doch diesen wunderschönen, beschriebenen Eindruck wieder.

Ab dieser vergangener Woche dürfen nun alle wärmeliebenden Kulturen vom Kasten endlich ins Freiland zügeln.
Für die Zucchettis häuften wir kleine Hügel in einem Abstand von einem Meter und für Kürbisse, Patisson solche mit einem Abstand von 1,5 Meter auf. Dazu hackten wir die Gründüngung (Phacelia: ausgesät Ende März) oberflächlich ab, in einem Durchmesser von ca. 50 cm und schaufelten um die Hälfte dieses Kreises die Gartenerde samt der Gründüngung auf die abgehackte Fläche. Nun verteilten wir zwei, drei Handvoll ½ jährigen EM-Schafmist auf diese Schicht und schaufelten den restlichen Halbkreis oben drauf. In diesen Hügeln frohlocken die Mikroorganismen, sie tanzen und feiern weil sie seit langer Zeit darben mussten und nun das grosse Fressen beginnen kann. Auf die Hügel streuten wir noch Biolith (vulkanisches Gesteinsmehl mit EM-Bakterien). Aber nur ganz wenig. In der Art, wie wenn man Puderzucker fein über einen Kuchen siebt, und nicht wie eine Zuckerglasur wie bei einer Cremeschnitte. 
Auf der Fruchtfolgefläche 3 pflanzten wir den Weisskohl (eine Reihe) in das Phaceliabeet, zwischenräumlich auch schon den dritten Satz Kopfsalat. Der Weisskohl steht nun eingebettet in Phacelien und wird von diesen umarmt.
Zur bodenverbessernden Massnahme, welche das letzte mal angesprochen wurde, bereiten wir nun einen Kompost vor, aus dem regelmässig anfallendem Rasenschnitt und dem gehäckseltem Kastanienlaub. Diese Mischung wird auf den Herbst reif zur Verwendung. Dank unserer mittlerweile rund 20 eingetragenen aktiven Mitgliedern, die alle einen eigenen Gartenschlüssel besitzen, und den vielen weiteren spontanen, als auch regelmässigen Besuchern, die auch je nach Lust und Laune am und für den Garten arbeiten, geht so viel, dass unmöglich auf alle einzelnen Aktivitäten und Einsätze in diesen Aarefeldnotizen in Zukunft eingegangen werden kann. Daher werden wir uns in diesen Notizen auf die gärtnerischen Aktivitäten konzentrieren.


Eigentlich war vorgesehen einen Plastiktunnel für Tomaten, Auberginen und Gurken zu stellen.
Dieses Vorhaben wurde nun aus ästhetischen, sowie aus ökologischen Gründen fallen gelassen.
An seiner Stelle werden wir ein Haus mit Couchenfenster bauen. Dies entspricht unserer Philosophie. So ganz konsequent ist diese Einstellung erst, wenn wir beim Einkauf  im Winter und Frühling uns über die Herkunft der Lebensmittel Gedanken machen und Gemüse meiden würden, das im Herkunftsort auch nicht unter einem Folientunnel gewachsen ist. Mit einem Plastiktunnel könnten wir zwar nach den Hauptkulturen weitergärtnern und für die Gemeinschaft Wintergrün anbauen, welches da gedeckt, bei jeder Witterung erntbar wäre, und wir könnten den Frühling vorverlegen für die ersten Salate, Kohlrabis und Fenchel. Nun muss man auch Kompromisse eingehen undso starten wir für diese Saison mit einem selber erstellten Haus. Wie wir dies anpacken, liest Du in der folgenden Notiz nächste Woche.

Gemeinschaftsgarten Aarefeld

 

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