31.01.2014

Mit den besten Wetterbedingungen empfing der Gemeinschaftsgarten Aarefeld heute seine Besucher. Der Boden ist noch gefroren, die Sonne scheint und zusammen mit den anstehenden Arbeiten verspricht es ein richtiger Glückstag zu werden.

Ein Hochstammapfelbaum, Sorte noch unbekannt, alter so ca. 60-80 Jahre geschätzt, sehnt sich jetzt auch nach einer Gesundheits –und Verjüngungspflege.

Alte Obstbäume schneiden ist eine Herausforderung. Zum einten gibt es die erlernte und angewandte Schnittpraxis. Diese ist abzustimmen und anzupassen an den Obstbaum und seinen über all die Jahre erlebten Ereignisse. Auch stellt man sich die Person vor, welche vorher an diesem Baum gearbeitet hat. Was waren seine Ziele?
Hier an dieser Stelle gehen wir nicht allzu tief in die allgemeine Schnitttheorie ein. Dies ist aufgehoben für eine spätere Notiz, eventuell gekoppelt an einen Schnittkurs im Gemeinschaftsgarten Aarefeld.
So viel sei verraten: Wenn man die Leitergasse, so wie abgestorbenes und krankes Holz rausgeschnitten hat, ist schon ein grosser und wichtiger Teil gemacht.

Nun wollen wir uns noch an die in den Notizen vom 24.1.14 am Schluss gestellten Fragen zuwenden.

Welche Pflanzen eignen sich zum selber aus säen und sich auch noch finanziell lohnen zum selber aus zu säen?
Folgende Gemüsesorten eignen sich, vorausgesetzt man verfügt über eine geheizte Fensterbank oder sogar ein geheiztes Treibhaus. Die Mühe, ein mit Glas gedecktes Mistbeet anzulegen, wie es früher üblich war, macht sich heute fast niemand mehr. Ein solches müsste man jetzt anlegen damit die Erde über der Mistpackung genügend Zeit hat durch den warmen Mist sich aufzuwärmen.  

Gurken, Auberginen, Melonen, Kürbisse, Zuchinis, Patissons, Tomaten
Hier kostet ein Setzling in bio-Qualität  um die 4.50 sfr.

Diese werden am besten zu je 2-3 Samen in 10er Töpfe mit Aussaaterde gefüllt, gesät.
Wenn die Keimlinge die ersten Blätter gebildet haben, lassen wir nur die schönste Pflanze pro Topf stehen. Aussaattermin ist je nach Gemüsesorte ab März-mitte April.

Viele Gemüsesorten werden direkt in den Garten gesät.
Alle Wurzelgemüse, alle Bohnen, Zuckermais, Schnitt- und Pflücksalat, Spinat.
Bohnen und Zuckermais müssen in den warmen Boden gesät werden. Ab mitte-ende Mai.
Hier lohnt es sich zu warten. Denn, und dies gilt für alle Gemüsepflanzen, wollen sie keimen, wachsen und fruchten in einem Zug, ohne durch Kälte ins stocken zu geraten. Dieser Rückschlag wird nie mehr recht aufgeholt, sie sind geschwächt und anfälliger auf Krankheiten und Schädlinge.
Im Garten lernt man Geduld zu haben!!!

Hingegen sind Kohlsetzlinge und Salatsetzlinge fast günstiger ein zu kaufen.
Ein Setzling kostet zwischen 40 und 60 Rappen.
Hier kommt noch dazu, dass die Samenportionentüten immer zu viele Samen enthalten und sich die Arbeit mit säen, pikieren, nicht rechnet.
Auch Steckzwiebeln und Pflanzknoblauch kauft man einfacher ein.

Aber ein Hobby kann ja kosten was will und die Zeit spielt keine Rolle. Und diese Setzlinge freuen einen sicher mehr, wenn sie selber ausgesät werden.

Im Verlauf der Gartensaison, kann durchaus auch wieder Kopfsalate fortlaufend an einer geeigneten Stelle direkt in den Garten ausgesät werden, Diese müssen, damit sich ein guter Kopf entwickelt, umgesetzt (pikiert) werden. Hier eignen sich Lücken in den Beeten oder der Pflanzfläche.

Bei den nächsten Notizen werden wir mal unseren gedeckten Unterstand anschauen, das Treibeet und die sogenannte „Orangerie“.
Wie werden diese Gebäude in die Gartenaktivitäten eingegliedert?
Und
Im Garten stehen noch 7 junge Hochstammobstbäume.
Sie sind alle sehr gute Beispiele, was man alles falsch machen kann, beim Obstbäume pflanzen.
Dies werden wir doch bei der nächsten Gartennotiz auch noch unter die Lupe nehmen.

 

Packen wir die Gartenplanung für diese Saison an.

Gemeinschaftsgarten Aarefeld

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