31.05.2014

Das Tomatenhaus aus Wanderglas. 

Dieses wird 6.2 m lang, 2.2 m hoch und 1,5 m tief. Es ist ein offenes Haus. Das heisst es hat eine Glaswand zur Westseite (Wetterseite) und ein Glasdach. Die Wand und das Dach bauen wir aus Couchenfenster. 
Um diese Arbeit befriedigend auszuführen mussten Minimum zwei, besser drei Personen anwesend sein. Vor allem am Anfang, wenn es darum ging genau die Ecken abzumessen und in den rechten Winkel zu stellen.

Materialliste:

14 Couchenfenster 150x100 cm
6 Akazienpfähle 300x10x8 cm
3 Fichtenbretter 620x10x5 cm
(oder schlechtere Variante: 6 Fichtenbretter 310x10x5 cm)
8 Fichtenbretter 220x10x5 cm
10 Holzkeile 12x 5x2 cm

Werkzeugliste:

3 Werkböcke
kleine Motorsäge oder Stichsäge
Bohrmaschine und Aufsätze
Kabelrolle mit genügend Kabel drauf
1 Schachtel Spanplattenschrauben 5x90 mm à 100 Stk.
Messband 20 m
Doppelmeter
Richtschnur
Wasserwaage
2 m Bleilatte (Richtlatte)
2 Schraubzwinger 
Locheisen
grosse Bockleiter
kleine Bockleiter
schwerer Vorschlaghammer
Bleistift

Die Ausrichtung (siehe oben) und der Standort (voll sonnig) ist festgelegt.

Der erste Pfahl (erste Ecke des Hauses) wird gesetzt. Dazu mit dem Locheisen tief und dem Umfang/Durmesser des Pfahls entsprechend vorlochen.
Zu zweit oder sogar zu dritt (noch besser) den Pfahl in den Boden rammen. Einer schlägt von der Leiter aus, der Zweite richtet mit der Wasserwaage und der dritte fixiert beidhändig den Pfahl. Nur wenn die Pfähle ziemlich im Lot sind gelingt der Bau befriedigend stellend. Den zweiten Pfahl (zweite Ecke des Hauses) in 6.2 m Abstand einschlagen. Richtschnur spannen und in der Mitte der beiden Pfähle Pfahl Nummer drei der Richtschnur entlang einschlagen.
Mit Hilfe des Satzes von Pythagoras den Standort des vierten Pfahles (dritte Ecke des Hauses) bestimmen. 
Dazu ist die Unterstützung durch eine vierte Person hilfreich. Beim ersten eingeschlagenen Pfahl bei drei Metern mit dem Messband anheben und zu Null Metern zum mittleren Pfahl anheben. Dann bei 7 Metern die Ecke bilden und zu 12 Metern zurück auf den mittleren Pfahl auf Null. Derjenige bei der Ecke 7 m muss jetzt beide „Dreieckslinien“ gleichmässig spannen und nun kann man auf der „Dreieckslinie“ 3 m zu 7 m bei 4,72 mit dem Locheisen den Standort des vierten Pfahles markieren.
1,72m (4,72-3 m) = 150cm das Fenster + 2x5 cm die dicke der beiden Längsverbindungsbretter (und gleichzeitig die beiden Aufleger der Fenster für das Dach) + 8 cm ganzer Pfahldurchmesser + 4 cm halber Pfahldurchmesser. Den vierten Pfahl einschlagen.
Nun von dessen Aussenkante her 6.2 m und von der Aussenkante des dritten Pfahles 1,72 m abmessen und im Kreuzungspunkt den fünften Pfahl (vierte Ecke des Hauses) einschlagen. Wieder Richtschnur spannen und in der Mitte den sechsten Pfahl einschlagen.
Jetzt wird zuerst das Bodenbrett innseitig entlang der Wetterseite waagrecht mit je zwei Schrauben pro Pfahl am Boden fest geschraubt. Von der Oberkante dieses Brettes 200,5 cm bei allen drei Pfählen nach oben abmessen. Dies ergibt die Unterkante des Längsverbindungsbrettes, welches auch mit je zwei Schrauben innseitig fest geschraubt wird (Kontrolle mit Wasserwaage).
Von diesem Längsverbindungsbrett kann jetzt zu den drei gegenüberliegenden Pfählen mit der Bleilatte und Wasserwaage hinüber gebleit werden und plus 1cm Gefälle dazu gerechnet die Höhe der Längsverbindungslatte mit dem Bleistift abgetragen werden. Zweites Längsverbindungsbrett auch wieder innseitig fest schrauben und mit Wasserwaage auf Blei in der Längsseite und auf Gefälle in der Breitseite kontrollieren.
Stimmt alles, so sägen wir die Querverbindungen auf 1,76 m zu und schrauben zwei auf den Aussenseiten des Hauses unter die obere Längsverbindungslatten und die mittlere oben auf die mittleren zwei Pfählen fest. Hier hat man noch die Möglichkeit die zwischenräumliche Länge von 150 cm der Dachfenster genau nach zu messen und somit passend fest zu schrauben.
Das Gerüst steht jetzt und wir beginnen die Fenster zu montieren. Zuerst legen wir mal ein Fenster in die Mitte des Daches beginnend von der Mitte des dritten Pfahles aus, um uns zu vergewissern, dass die Dachfenster auch wirklich gut ein passen. Passen sie, danken wir dem Konstruktionsdeva für seine Unterstützung und  jauchzen vor Freude und legen eine Pause ein.
Die restlichen Fenster werden zuerst als Wand montiert, wobei wir auch von der Mitte aus nach aussen beginnen. Hier ist die Hilfe einer dritten Person von Nöten um jeweils die Fenster zu halten, bevor wir die Stösse zweier Fenster jeweils mit einem 220 cm Brett von Bodenbrett bis zur Längsverbindungsbrett sichernd einklemmen. Jetzt kann das Dach eingedeckt werden. Und zum Schluss werden die Wandfenster mit den 10 Holzkeilen fest fixiert.

Das Wetter für das Wochenende verspricht trocken und warm zu bleiben, sodass wir am Samstag und Sonntag noch fleissig gärtnern wollen um eben die Tomaten zu pflanzen, sowie den Zuckermais und die Stangenbohnen säen und endlich die schön vorgekeimten Kartoffeln setzten wollen.
Nächste Woche lassen wir wieder von uns hören.

Gemeinschaftsgarten Aarefeld

"Liebesäpfel" verströmt eure Energie

Zurück